Hunde haben eine so feine Nase, dass sie in der Lage sind, bestimmte Krankheiten schon im Frühstadium zu erschnüffeln. Dazu gehört unter anderem Lungenkrebs. Durch Proben der Atemluft von Patienten, sind darauf trainierte Hunde in der Lage zu erkennen, ob ein Patient an Krebs leidet, oder nicht. Immer häufiger werden Hunde deshalb für die Diagnostik herangezogen, da dadurch nicht ungefährliche medizinische Eingriffe bei gefährdeten Menschen unterbleiben können. In Löfflingen, einem Ort im Schwarzwald, werden an einer speziellen Hundeschule geeignete Vierbeiner für die Arbeit als “Krebsschnüffler” ausgebildet. Sie werden darauf konditioniert, bei positiven Proben einen Hundesnack zu bekommen. “Am Ende ist für die Hunde der Geruch von Krebs etwas Gewinn bringendes, was Positives dann auch. Und wir haben ihnen dann beigebracht, wenn sie eine Krebsprobe riechen, dass sie sich dann dabei hinlegen. Und das geht dann auch über positive Verstärkung. Und wir haben eben eine sehr, sehr große Zahl an Proben gehabt, über 200 Proben, wo sie dann differenzieren mussten zwischen Krebs, zwischen gesund und lungenkrank.”, erläutert einer der Mitarbeiter der Hundeschule die Vorgehensweise der Ausbilder. Seit zwei Jahren werden hier Hunde ausgebildet. Die Hundeschule arbeitet zusammen mit der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen. Dort forschen Mediziner nach besseren Diagnosemöglichkeiten und Therapien für Lungenkrebs. Sie hoffen, dass die mit den Hunden durchgeführten erfolgreichen Tests, sich auch in einer klinischen Studie bewähren.

