Der Hund als Beschützer?

Hunde werden nicht nur als Freunde, sondern auch als Beschützer empfunden. Wie gut Hunde tatsächlich dem Schutz ihrer Halter dienen, wollten Wissenschaftler der Western Ontario ermitteln. Sie stellten mehrere Szenen nach, bei denen Menschen, im Beisein ihrer Hunde scheinbar in Not gerieten. So ließen sie die Probanden einen Herzanfall simulieren, einen scheinbaren Unfall erleiden, oder sie durch „Fremde“ angreifen. Zur Überraschung der Forscher, reagierten die meisten Hunde völlig unbeteiligt. Rettungsaktionen, wie sie von „Lassie“ bekannt sind, blieben aus. Fand der gestellte Unfall im Freien statt, nutzten die Hunde ihre Freiheit lieber zum herumtoben, statt dazu, Hilfe zu holen, oder auch nur zu bellen. Die einzige Ausnahme war ein kleiner Pudel, der sofort einer fremden Frau in den Schoß sprang, um sie zu animieren, dem „Verunglückten“ zu helfen.

Whistle – Fitnessüberwachung für den Hund

Elektronikunternehmen suchen und finden immer mehr Anwendungsmöglichkeiten, um ihre Computer, Tablets und Smartphones für Nutzer attraktiver zu gestalten. Die Bemühungen machen auch vor des Menschen liebsten Haustieres nicht halt. Mit dem „Whistle“ gibt es bald einen Anhänger für Hunde, der die Aktivität der Vierbeiner misst und speichert. Dadurch lassen sich langsam stattfindende Verhaltensänderungen besser erkennen und frühzeitig behandeln. Der Anhänger wird an einem mit Sensoren ausgestatteten Halsband befestigt. Die Sonsoren sind wasserdicht ummantelt und mit einem über 10 Tage haltenden Akku versehen. Dabei ist das Whistle 38 x 10 mm groß und wiegt nur 16 Gramm. In diesem ist ein Beschleunigungsmesser integriert, der die Aktivitäten des Hundes aufzeichnet. Über Bluetooth werden die Daten an den PC, oder ein Smartphone übermittelt. Die dazugehörigende iOS-App analysiert die eingehenden Daten und erstellt eine Zeitlinie. Außerdem gibt es eine Alarmfunktion, die bei zu hohen oder zu niedrigen Werten aktiviert wird. Über die Exportfunktion können die Daten auch an einen Tierarzt versandt werden. Für Android ist ebenfalls eine passende App in Planung. „Es gibt mehr Hunde als Kinder in den USA und jährlich werden über 50 Milliarden US-Dollar für Haustiere ausgegeben. Eine Serie von intelligenten Geräten in diesem Markt anzubieten, birgt herausragende Chancen für Geschäfte.“, erklärt Jason Krikorian, einer der Investoren des Unternehmens, das Whistle entwickelte. Aktuell befindet sich der Anhänger in der Beta-Test-Phase und wird demnächst für rund 100 US-Dollar auf den Markt kommen.

Auch schlafende Hunde stellen eine Gefahr dar…

Nicht nur wenn ihre Vierbeiner aktiv sind, müssen Hundehalter auf sie aufpassen. Auch schlafende Hunde unterliegen der Aufsichtspflicht ihrer Besitzer. Das entschied jetzt das Oberlandesgericht Hamm. Geklagt hatte eine Frau, die am Eingang eines Ladens über einen schlafenden Hund gestolpert war, wobei sie stürzte und sich eine schwere Knieverletzung zuzog. Zwar wurde sie nicht von dem Tier angegriffen, doch wie das OLG konstatierte, stellte der schlafende Hund ein nicht von der Klägerin zu erwartendes Hindernis dar. Das haben Hundehalter mit einzukalkulieren. Geschieht das, wie in diesem Fall nicht, gilt der Unfall als vom Hundehalter fahrlässig verschuldet. Der Hund hatte nur zwei Meter von der Kasse entfernt gelegen und den Eingang versperrt. Der Richter wies darauf hin, dass ein Mitverschulden der 61-jährigen Klägerin auszuschließen sei.

Der Hund im Dienst der Krebsforschung?

Humanmediziner setzen bei der Erforschung von Krebserkrankungen immer häufiger auf das Wissen von Veterinären. Inzwischen konnten viele Erfahrungen von Tierärzten, die sie bei der Behandlung verschiedenster Krebserkrankungen bei Hunden machen konnten, auch bei der Entwicklung neuer Therapien für Menschen helfen. So werden zum Beispiel neue Behandlungsmethoden von Gehirntumoren, die sich bereits bei Hunden bewährt haben, auf ihre Tauglichkeit für die Humanmedizin geprüft. Das ist möglich, weil Hunde ähnliche Krebsformen entwickeln, wie wir. Rund 25 Prozent aller Hunde erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Durch die Entschlüsselung des Erbguts von Hunden, lässt sich heute gut feststellen, ob ein erkrankter Hund die gleiche Krebsform hat, wie sie auch bei Menschen auftritt. Aktuell testen Wissenschaftler verschiedene Krebstherapien, die sehr oft bei Hunden auftreten, wie beispielsweise Lymphkrebs oder das Knochenmarksarkom. Durch die kürzere Lebensdauer von Hunden lässt sich schneller erkennen, wie erfolgreich eine neue Therapie ist. Aktuell koordiniert das „Nationale Krebsinstitut“ der USA diese ‚komparative Krebsforschung‘. Gut für den liebsten Freund des Menschen ist, dass auch sie davon profitieren, denn sie sind aufgrund geringerer Zulassungshürden die ersten, die mit den neuen Therapien behandelt werden können.

Der richtige Sport für Hund & Herrchen/ Frauchen

Wie wichtig ausreichende Bewegung für Hunde ist, wissen die meisten Halter. Oftmals lässt sich der Auslauf der Hunde auch mit den Aktivitäten ihrer Herrchen gut verbinden. Doch welche Sportarten eigenen sich für ein gemeinsames Training? Die bekannteste ist sicher das sogenannte Walken, ein strammer Spaziergang, der beim Menschen besonders die Rumpfmuskulatur und die Ausdauer stärkt. Auch Hunde lassen sich beim Walken gut integrieren. Bevor jedoch der Hundehalter erstmals seinen Hund zum walken mitnimmt, empfiehlt es sich, ihn an das ungewohnt gleichmäßige Laufen und die Laufstöcke zu gewöhnen. Experten empfehlen vorab ein sogenanntes Zughundetraining. Dabei lernen die Hunde, auf Kommando die Laufgeschwindigkeit zu erhöhen, oder zu verringern. Gut für Herz- und Kreislauf von Hunden ist auch das Joggen. Begonnen werden kann damit, sobald ein Hund ausgewachsen ist. Wie bei allen Sportarten sollte man klein, mit kurzen Strecken von drei Minuten anfangen. Die Zeit kann dann allmählich bis auf eine Stunde gesteigert werden. Ähnlich geht man bei der Gewöhnung an das mitlaufen neben einem Radfahrer vor. Auch hierfür muss der Hund ausgewachsen sein und allmählich an größere Distanzen gewöhnt werden. Für Hunde die aufgrund ihres Alters, oder ihrer Rasse, leicht Gelenkbeschwerden bekommen können, eignet sich jedoch am besten regelmäßiges schwimmen. Dabei werden die Gelenke geschont und mehr verschiedene Muskeln beansprucht und dadurch aufgebaut, als bei allen anderen Sportarten. Am einfachsten ist es natürlich, wenn Hunde von kleinauf an Wasser gewöhnt werden. Bei älteren Tieren, die vielleicht Scheu vor größeren Gewässern haben, haben sich Schwimmwesten für Hunde bewährt. Diese geben den Tieren Auftrieb und dadurch schnell die nötige Sicherheit, ihre eventuelle Angst zu überwinden. Hierbei ist zu beachten, dass vor dem schwimmen das Halsband abgenommen wird, da es vorkommen kann, dass Hunde sich beim paddeln mit ihren Pfoten darin verfangen und sie dann in Panik geraten. Für welche Sportart man sich auch immer entscheidet, wichtig ist vor allem Geduld und eine langsame Steigerung des Übungspensums.