Der Hund im Dienst der Krebsforschung?

Humanmediziner setzen bei der Erforschung von Krebserkrankungen immer häufiger auf das Wissen von Veterinären. Inzwischen konnten viele Erfahrungen von Tierärzten, die sie bei der Behandlung verschiedenster Krebserkrankungen bei Hunden machen konnten, auch bei der Entwicklung neuer Therapien für Menschen helfen. So werden zum Beispiel neue Behandlungsmethoden von Gehirntumoren, die sich bereits bei Hunden bewährt haben, auf ihre Tauglichkeit für die Humanmedizin geprüft. Das ist möglich, weil Hunde ähnliche Krebsformen entwickeln, wie wir. Rund 25 Prozent aller Hunde erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Durch die Entschlüsselung des Erbguts von Hunden, lässt sich heute gut feststellen, ob ein erkrankter Hund die gleiche Krebsform hat, wie sie auch bei Menschen auftritt. Aktuell testen Wissenschaftler verschiedene Krebstherapien, die sehr oft bei Hunden auftreten, wie beispielsweise Lymphkrebs oder das Knochenmarksarkom. Durch die kürzere Lebensdauer von Hunden lässt sich schneller erkennen, wie erfolgreich eine neue Therapie ist. Aktuell koordiniert das „Nationale Krebsinstitut“ der USA diese ‚komparative Krebsforschung‘. Gut für den liebsten Freund des Menschen ist, dass auch sie davon profitieren, denn sie sind aufgrund geringerer Zulassungshürden die ersten, die mit den neuen Therapien behandelt werden können.

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