Ein Erziehungshalsband hat Wunder bewirkt!

Jemand, der unsere Artikel über Stella durchgeblättert hat, hat sich bestimmt ein Bild von unserem – sagen wir – lebhaften Hund machen können. Ja, es gab Situationen, wo unsere Stella kaum mehr zu bändigen war! Die Wildwiese war ihr Reich, da zählten die Zurufe von Frauchen/Herrchen kaum, es sei denn, es gab ja einen Bestechungs-Leckerlie. Ein Spielkammerade in Sicht? – Nix wie hinterher! Mein Frauchen/Herrchen kriegt mich sowieso nicht… Ein spannendes Buddelloch? – „Wartet noch ein halbes Stündchen, ich komme doch irgendwann wieder…“

Langsam waren wir dieser ignoranten Einstellung satt. Andere Hundebesitzer versuchten uns zu trösten „Meiner war genauso, mit zwei Jahren wurde er dann ruhiger“. Nun wird unsere Stella bald drei Jahre alt und eine Besserung war leider immer noch nicht zu spüren. Unser Traum von einem artigen und folgsamen Begleiter war irgendwie geplatzt…

Aber es muss doch noch eine Möglichkeit geben! Wir gaben nicht auf und entschieden uns für den Einsatz eines Erziehungshalsbandes. Der Name hört sich schlimmer an, als es tatsächlich ist. Manche kriegen sofort Panik – bloß keine Stromschläge, dies verstößt doch gegen das Tierschutzgesetz! Aber keine Sorge – unser Halsband PetTech Training Erziehungshalsband arbeitet mit folgenden Erziehungsmaßnahmen:

  • akustischer Signal
  • Sprayausstoß (Wasserspritzer in zwei Stufen).

Diese werden beim Hund per Fernbedienung ausgelöst – der Vierbeiner bekommt dafür einen Halsband mit einem Empfänger umgelegt. Ziel ist es, den Hund in seiner unerwünschten Tätigkeit (in unserem Fall meistens Weglaufen, unkontrolliertes Buddeln, Fressen was man nicht fressen sollte 🙂 ) zu unterbrechen und auf unseren Befehl (meistens „Bleib“ oder „Komm“) empfänglich zu machen.

Irgendwie hörte sich alles verdächtig einfach an – zugegeben waren wir am Anfang der ganzen Sache ziemlich skeptisch gegenüber. Ob sich diese kostspielige Investition jemals auszahlen wird? Die positiven Bewertungen anderer Hundebesitzer waren schließlich der Auslöser für den Kauf und die drauffolgenden Erziehungsmaßnahmen. Ein wichtiges Kaufkriterium  war auch das wasserdichte Gehäuse des Halsbandes, da unsere Stella jede Gelegenheit zum Baden nutzt.

Testspaziergang Nr. 1:

Beim Spaziergang auf der Wildwiese erblickt Stella einen Hund – als sie zu ihm rennen will, wird sie mit einem Piep-Ton überrascht. Stella springt hoch, dreht an der Stelle um und schaut uns ziemlich desorientiert an: „Habt ihr das gehört? Mensch, was war das???“. Die Lust zum Wegrennen ist ihr irgendwie vergangen…

Testspaziergang Nr. 2:

In einem Park liegt ein leckeres Brötchen – so eine Mahlzeit würde sich unsere Stella nie entgehen lassen. Kurz vorm Zubeißen erhält sie eine Sprayspritze (zweite Stufe) – eingeschüchtert lässt sie das Brötchen liegen und rennt weg. Beim zweiten Versuch macht sie einen großen Bogen um das Brötchen – sie hat plötzlich keinen Hunger mehr…

Daraufhin folgten noch etliche weitere Versuche, deren Ergebnis echt verblüffend war! Nachdem das Erziehungshalsband ca. zwei Wochen im Einsatz war, fing unser Hund „freiwillig“ an, unseren Befehlen zu befolgen – seitdem lässt er sich viel einfacher abrufen, verzichtet gerne auf leckere Straßenabfälle und läuft immer besser Fuß. So einen plötzlichen Wandel in solch einer kurzen Zeit haben wir echt nicht erwartet! Zwar ging dabei ein Teil von Stellas Persönlichkeit unwiderruflich verloren, ihre Unartigkeit und Ignoranz vermissen wir aber nicht wirklich.

Das Halsband setzen wir gar nicht mehr ein, es ist einfach nicht mehr nötig. Natürlich versucht unser Sturkopf immer wieder seine Ausbrüche, aber dies ist nicht weiter schlimm. Schließlich soll sie keine Maschine auf vier Beinen werden, sondern ein artiger Menschenbegleiter, der ab und zu mal seinen Willen durchsetzt 🙂

Hier geht es zum Training Erziehungshalsband.

 


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19 Gedanken zu „Ein Erziehungshalsband hat Wunder bewirkt!

  1. Nadine

    Hallo, schade, dass ihr den Weg gewählt habt.

    Du schreibst „…hat freiwillig unsere Befehle erfolgt“. Von Freiwilligkeit kann wohl keine Rede sein. Schon mal was von Meideverhalten gehört ????

    Würdest du es toll finden, wenn Dir jemand ein Halsband umbindet, wo Du nicht weißt, dass es eine andere Funktion hat als ein normales HB. Dann, immer wieder aus den Nichts, bekommst Du von irgendwo Zitronenwasser o.ä. unter Deine empfindliche Nase gespritzt.
    Du gehts einkaufen und es spritzt, Du gehst spazieren und es spritzt. Jedesmall erschreckst Du Dich und kannst gar nicht mehr abschalten.
    Ständig wartest Du auf die nächste Attacke. Tolles Leben!!!

    Aber macht ja nichts – der Hund muß sich dem fügen was uns Menschen eben so einfällt und was für uns am leichtesten zu unterbinden ist, was wir nicht gestatten.

    Schon mal auf die Idee gekommen:
    1. WARUM frisst der Hund Schei….?
    2. Wie kann ich meinem Hund verständlich machen, das ich damit ein Problem habe und er das lassen soll?

    Hunde denken, fühlen und kommunizieren. Vielleicht solltest du auch mal denken, fühlen und mit Deinem Hund kommunizieren statt mit Hilfsmitteln nur verbieten.

    Hört sich hart an, was ich jetzt geschrieben habe. Aber sieh es nicht als Angriff, sondern als Chance ! Chance für dich und deinen Hund für ein freundschaftliches, artgerechtes miteinander arbeiten.

    Ich habe selbst eine „Rakete“ und auch viele Erfahrungen machen müssen in Hundeschulen mit Strafreizen wie z. B. Disc-Scheiben Verhalten zu unterbinden.

    Gott sei Dank hat dies aber alles bei Chico nicht funktioniert, sogar verschlimmert und er brachte mich so auf den Weg der artgerechten Hundeerziehung!

    Habe vieles geschrieben in Chico’s Blog, schau doch mal rein.

    LG Nadine

  2. Alex

    Hallo Nadine.

    Ich finde es etwas schade, dass du gleich einen auf Oberschlau machst und beleidigend wirst. Besonders schade ist es aber, dass du den Beitrag überhaupt nicht richtig gelesen hast oder dich gar weiter informieren wolltest. Wenn wir vor unserem handeln denken sollen, so solltest du dies auch tun bevor du unwissend mit Beleidigungen rumwirfst.

    So weit dazu.

    Diese Thematik ist sicherlich heiß diskutiert und jeder hat hier einen anderen Standpunkt. Fakt ist aber, dass der Ablenkungsreiz in vielen Hundeschulen erfolgreich genutzt wird. Und das seit Jahrzehnten.

    Tierquälerei? Man kann es wirklich übertreiben und informiert hast du dich hier ebenso nicht richtig. Jeder 2. nutze irgendwelche Stachel- oder Würgehalsbänder. Das wäre Tierquälerei!
    Aber für dich gerne nochmal. Da ist keine ätzende Lösung oder sonst was drin. Sondern Wasser, was dem Hund einen kleiner Spritzer am Hals verursacht. Nix Nase, nix Zitrone oder sonst was. Dazu ist das erst die letzte Wahl. Vorher gibt es das akustische Signal. Ähnlich wie bei einem Clicker. Ein kurzer Piep, welcher in 95% der Fälle ausreicht. Und diese Fälle kommen eben so gut wie gar nicht mehr vor. Das letzte Mal habe ich es vor Monaten anwenden müssen. Der Erfolg spricht also voll für sich und einen ernsthaften Schaden hat die Stella von diesem Milligramm Wasser auch nicht bekommen.

    Wenn du unser Blog auch etwas genauer angeschaut hättest, würdest du wissen, dass wir sehr wohl intensiv mit unserem Hund kommunizieren und viele Sachen ausprobieren, uns viele Fragen stellen und Antworten suchen. Von daher sind wir schon auf „diese Idee“ gekommen… aber trotzdem vielen Dank für diesen schlauen Rat. 😉

    Es gibt verschiedene Hunde und verschieden Charakter. Fast alle Rassen wurden über Jahrhunderte weg auf bestimmte „Funktionen“ aussortiert und gezüchtet. Es ist daher nicht immer leicht mit einigen Rassen zu arbeiten. Du hast mit einen Labrador-Retriever wirklich einen „einfachen“ Hund. Versuche als Zweithund mal einen Beagle und Co. und dann reden wir gerne nochmal. 😉

    Trotzdem Liebe Grüße 😉

  3. Monika

    Ich kann Nadine nur beipflichten. Schade, dass es immer nach Menschenwille geht …

    Und schade, dass jeder 2. sein Vorderhirn nicht benutzt, und die scheinbar seit Jahrzenten schon fast folkloristisch verbreitete Meinung, Hunde seien nur „Haudrauf-Hopp-Hopp“ – Dressier-Objekte.

    Wenn’s so dolle bei Hunden funktioniert, warum nutzen wir ähnliche Geräte nicht bei unseren Kindern, die einem in den ersten Jahren die Windeln voll machen, Dreck in den Mund stopfen und sicherlich auch so besser in der Schule lesen und schreiben lernen …

    Leider muss ein Hund immer innerhalb kürzester Zeit „funktionieren“ – ausprobieren und nach ein paar Tagen aufhören, weil man selber nicht in der Lage ist, konsequent etwas durchzuziehen … aber Hund soll immer konsequent – trotz aller möglichen interessanter Umweltreize – seinem „Herrn“ folgen …

    Es geht auch anders – und wer das TSchG aufmerksam gelesen hat weiß, dass Stachel, Würger, Erziehungshalsband nicht genutzt werden dürfen.

    Und jedes Signal, was nicht variabel eingesetzt bzw. verstärkt wird (auch ein Negativ-Marker) wird sich auf Dauer wieder „löschen“. Da bevorzuge ich doch einen Positiv-Marker und genügend Belohnungsvarianten für meinen Hund – ich kann nämlich auf die ollen Vorbereitungsarbeiten mit dem Halsband verzichten (umschnallen, wochenlang ohne „Bestrafung“ herumlaufen, es einmal gezielt einsetzen und hoffen, dass mein Hund diese Strafe in dem von mir vermeintlich richtigen erhofften Kontext als so unangenehm empfindet, dass ich es nie wieder benutzen muss – muss ich das öfter wiederholen, ist die Strafe nicht hart genug oder mein Hund hat die Strafe nicht mit dem verknüpft, was ICH gemeint habe – und da kenne ich genügend Kandidaten, die alle Nase lang mit so einem Dings „behandelt“ werden ….)

    Ich kann bei ablenkenden Umweltreizen auch mal meinen Blick auf den Hund verändern – wann wendet er sich (zunächst gesichert an der Leine) vom Reiz ab und dieses markieren und belohnen. Das erfordert genauso viel oder wenig Arbeit wie das Knöpfchendrücken an einem Sprühhalsband.

    Wir können nur dauerhaft Verhalten verändern, wenn wir es auch trainieren, so dass das Gehirn die Möglichkeit erhält, die entsprechenden Verknüpfungen zu schaffen – und Säugetiergehirne sind nun mal auf Erfolg / Belohnung gepolt – nur ein einziges Erfolgserlebnis kann die ganze Knöpfchendrückerei wieder ad absurdum führen.

    Und auch mal die Rasse Rasse sein lassen – es ist ein Individuum, das „Rassemerkmale“ in bestimmter Ausprägung zeigt. Deshalb sind ja auch alle Blondinen doof, Männer alle Vergewaltiger und Ausländer so und so …

    Quick-fixes sind mir ein Graus – sie halten eh nicht lang 🙂

    Grüßle
    Monika

  4. Nadine

    Hi Alex,
    Es geht nicht darum was da raus sprüht! Es fegt generell darum dass du über einen strafreiz arbeitest!

    Klar kann das funktionieren, aber dann eben nicht weil deine Stella was gelernt hat, sondern weil sie aus Angst vor Strafe ein verhalten unterlässt!
    DAS nennst du doch wohl nicht „fair“ !!!???

    Daher meine Aussage „der Hund muss sich eben dem fügen, was dem Mensch so einfällt!“

    Würdest du die Verstärker von Stella kennen würde deine Stella freudig mit dir arbeiten und nicht aus Angst funktionieren!

    Es geht nicht darum den Hund mit Futter vollzustopfen, damit kommt man nicht weit!
    Weiß man aber WAS für den jeweiligen Hund verstärken ist, dann kann man suuuper erfolgreich arbeiten und das mit Spaß!!!!

    Deine Stella hätte das verdient!!!!

    Lg Nadine

  5. Gabriela Kropitz

    Puh, eine hitzige Diskussion.

    Zu erst einmal. Ich verfolge den Blog und mag ihn sehr. Und, ich verurtele niemanden, schon gar nicht wegen einem Blogpost.

    Ihr macht hier einen tollen Blog und wer den Eindruck hat, ihr würdet nicht mit eurem Tier kommunizieren, den kann sicher nicht lesen.

    Ich für meinen Teil habe so einen direkten Strafreiz nicht gebraucht, aber jedes Tier ist anders. So wie jeder Mensch ja auch.

    Meine Erfahrung ist Urlaub – Urlaub mit Hund. Dort hat man Ruhe, Fremde und ist viel geduldiger um den Hund zu erziehen. Außerdem macht so ein richtig schöner, abenteuerlicher Urlaub mit Hund auch viel mehr Spaß!

    In diesem Sinne,

    Gabriela Kropitz.

  6. Streunerfrauchen

    Hallo!
    Ich habe mir neulich einen Hund aus dem Tierheim geholt und mich wirklich mit allen Mitteln bemüht, diesen zu erziehen. Da der Hund schon älter war und damit seine Erziehung schon weitgehend abgeschlossen, hatte ich große Probleme mit der Hundeerziehung. Ich habe etwas im Internet recherchiert und bin dabei auf die Firma Pettec und Ihre Ferntrainer (http://www.pettec.de/ferntrainer.php) gestoßen. Das Sprühhalsband hat auch bei meinem Hund sehr gut geholfen, das Fehlverhalten in den Griff zu bekommen. Ich kann Pettec und die Pettec Produkte nur weiterempfehlen! Mit freundlichsten Grüßen, das Streunerfrauchen

  7. Beagle-Familie

    Hallo,

    wir haben einen Beagle, der rassebedingt ein Nasenarbeiter ist, und des öfteren Wild oder läufige Hündinen in die Nase bekommt. Dann ist er nur schwer zurück zu rufen. Da wir in der Nähe einer Autobahn (2Km, für einen Beagle kein Problem) wohnen, wollten wir unser liebes „befelltes“ Familienmitglied in Gefahrensituationen besser kontrollieren. Diego hört sehr gut und wurde von uns mit viel Liebe und Zuspruch erzogen.
    Wir haben uns jetzt für das Masterplus pro entschieden, und können nur das Beste berichten, wenn wir in unbekannten Gebiet oder in der Nähe von Straßen unterwegs sind, ist es für uns viel stressfreier mit dem Hund zu gehen. Er bewegt sich ganz frei und wird über das Halsband nur in Gefahrensituationen zurück gerufen, und auch dann nur nach nicht beachten unseres Rückrufs. Früher hatte wir Diego öfter an der Leine, seit wir das Halsband einsetzen, läuft er fast ausschließlich ohne Leine und hat so deutlich an Freiheit gewonnen!!! (wir benutzen das Gerät sehr selten)
    Unterm Strich haben alle gewonnen, ich wünsche allen einen schöne Weihnachtszeit.

    Dirk

  8. Kiki

    Halllo Marta,

    wir sind stolze Besitzer eines Labradors, mit dem wir anfangs sehr viele Schwierigkeiten hatten, sei es andere Hunde „belästigt“ oder einfach nicht gehört hat, wenn man ihn gerufen hatte. Sicherlich ergeht es jedem so am anfang, wenn man ein Tier kauft, doch das Verhalten unseres Hundes wurde nicht besser. Wir haben viele Möglichkeiten ausprobiert und haben vom Erziehungshalsband bis zum Clickertraining hingearbeitet und dies mit großem Erfolg. Heute braucht unser Hund kein Erziehungshalsband, genau so geht es dem Clickertraining.

    Hilfreich war uns auch die Website http://www.erziehungshalsband-test.de/, wo wir uns einige Tipps holen konnten.

    Kiki

  9. Manfred Blatt

    Hallo,
    per Zufall bin ich auf diese Seite gestossen und hoffe, dass mir hier jemand einen guten Rat geben kann.
    Zum besseren Verständnis:
    Ich bin Rentner und habe seit über 50 Jahren immer Hunde gehabt. Kann also behaupten, dass ich eine relativ grosse und gute Hundeerfahrung besitze.
    Mein Problem:
    Seit Februar diesen Jahres habe ich eine weisse Schäferhündin, die ich im Alter von 6 Monaten übernommen habe. Sie ist ein ganz liebes Tier, hoch intelligent und setzt alles daran, mir zu gefallen. Nur eine Unart hat sie mitgebracht. Sie frisst mit grosser Leidenschaft den Kot anderer Hunde. Sämtliche bekannten Gegenmittel, wie Hefe, Limburger Käse, u. s. w. habe ich vergebens ausprobiert. Auf meine Pfui-Rufe reagiert sie, indem sie den räumlichen Abstand zu mir vergrössert hat.
    Weil mir ein Hundefreund sagte, es könne auch eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse die Ursache sein, habe ich sie vom Tierarzt untersuchen lassen. Er sagt, dass sie kerngesund ist und meinte, das Kotfressen würde mit zunehmendem Alter evtl. von selbst aufhören. Darauf möchte ich mich aber nicht verlassen, weil es nicht sicher ist. Unter all den Hunden, die ich bisher hatte, war noch nie ein Kotfresser, sodass ich hier relativ hilflos und inzwischen auch frustriert bin. Ein Bekannter riet mir zu enem Erziehungshalsband, welches elektrische Stromstösse produziert, aber das will ich meinem Hund nicht antun. Ausserdem sind mir diese Folterinstrumente auch zu teuer.
    Vielleicht hat jemand von Euch einen guten Rat für mich, bin für jede Hilfe dankbar.
    Herzliche Grüsse
    Manfred

  10. Anke

    Hallöchen,

    Hund ist nicht gleich Hund. Und den Oberschlauen raushängen zu lassen und ein Erziehungshalsband (mit Piepton bzw. Wassersprüher) zu verteufeln ist überheblich und überflüssig.
    Unser verstorberner Bulldoggen-Rüde war ein „normaler“ Hund. Bei ihm waren ganz normale Erziehungsmethoden erfolgreich.

    Unsere jetzige 18 Monate alte Bernhardiner-Mix Hündin war schon als Welpe zum abgewöhnen. Kaum zu bändigen und sehr körperlich. An ihr haben sich Hundeschule und privater Hundetrainer die Zähne ausgebissen.

    Wir sind überglücklich, daß es dieses Erziehungshalsband gibt (wir haben einen anderen Hersteller für 80 €, aber das gleiche Prinzip). Endlich ein entspanntes Gassigehen. Wir hatten die gleiche Probleme wie Marta (buddeln, Pferdeäpfel u.a. fressen, wenn Hunde kamen nicht abrufbar, dazu Anspringen von Menschen um zu spielen und kuscheln). Alles kein Problem mehr. Sie hört jetzt generell. Nein ist jetzt auch bei Ihr nein. Einfangen auf dem Grundstück – nicht mehr nötig. Nicht das wir dauernd das Halsband einsetzen mußten. Nein, es hat sich vieles „einfach so “ mit erledigt.

    @Manfred
    Wir haben beim 1. Mal mit den Pferdeäpfeln 1 Sprühstoß gemacht. Dann war etwa 2 Wochen Pferdeapfel total uninteressant. Dann hatte sie noch mal vorsichtig an einem Haufen riechen wollen – Piepton – und seitdem (jetzt 6 Wochen) geht sie dran vorbei.

    Wir hätten unsere Hündin auch gern mit Clickertraining o.ä. „erzogen“, aber Leckerlis sind bei ihr uninteressant. Außerdem hat sie bei Übungen jeglicher Art spätestens nach einer Minute einfach dicht gemacht, sich hingelegt und nur gelangweilt geschaut…

    Also, wer schon vieles versucht hat und genauso verzweifelt ist wie wir es waren der sollte ruhig so ein Halsband ausprobieren (klappt bestimmt auch nicht mit jedem Hund, aber die Berwertungen von Anwendern spricht Bände).

    Und die Neunmalklugen einfach ignorieren!!

    Viele Grüße
    Anke

  11. Katarina

    Alles schön und gut ,Ich habe einen Briard -Schäferhund-Mix,zu Hause ist er ein Traumhund in jeder Hinsicht,beim Laufen ich spiele viel mit ihm jede Übung begreift er schnell,aber sobald ein anderer Hund kommt hau drauf und Schluss!Ich bin am verzweifeln,weiß jemand Rat? Hundeschule kein Problem da benimmt er sich!

  12. Steve

    Ich kriege hier mal wieder die Krätze bei so manchem Kommentar!

    Wieso ist son Ding Tierquälerei?! Und wieso wird danach gefragt, wie sich wohl ein ‚Mensch‘ fühlen würde, würde das ach so böse Herrchen ihm einfach so ein Halsband mit entsprechender Funktion ungefragt!!! Ummachen?!,!??,!

    Und dann wieder diese Heulerei, weil hierdurch eine Straferziehung erfolgt….oh Gott oh Gott…diejenigen, die eine Straferziehung so vehement ablehnen müssen sich ja wie ein Botschafter Gottes fühlen.

    Was hätten unsere Hunde nur für ein Leben, würden sie in der Wildnis in einem Rudel leben und ständig für ihre Missetaten per Bestrafung von den anderen rudelmitgliedern
    Erzogen????

    Manche Menschen sind einfach viel zu fertig mit dieser welt

  13. vomj

    Nach dem ich viele Kommentare gelesen habe muss ich sagen ,das alle die von Tierquälerei reden,überhaupt keine Ahnung haben was es bedeutet ein Schwerärziebahre Hund zu haben.

    Mein Hund(Border Schefärhund Mischling) ist jetzt 26 Monate alt.Wir waren über 18 Monaten in einer guten Hundeschule hatte mir aber nicht viel gebracht.
    Wir haben Schlinge und mit Stachelband ausprobiert hatte aber nichts gebracht.Solange wir auf dem Übungsgelände waren hatte es einige maßen funktioniert aber sobald wir auf der Wiese oder im Wald sind funktioniert gar nichts mehr .Da hat er die Nase nur noch unten und reagiert auf nichts mehr.Wenn ich ihn von der Leine lasse ist er sofort weg .
    Jetzt frage ich mich was ist besser den Hund leben lang an einem stachel Band an der Leine zu führen oder wirklich mit einem Fern Erziehungsband in der Ruhe spazieren???

  14. H. Quant

    Ich habe ein Nacosite Band für meinen Hund gekauft. Für nur 17 EUR. Es piepst und vibriert, wenn der Hund bellt. Funktioniert einwandfrei. Der Hund ist entspannter, springt nicht mehr bei jedem Geräusch auf. Schläft länger und tiefer. Tierquälerei? Für die Eso, Veganer und Homöopathie Fraktion bestimmt. Aber deren Ansichten sind mir auch 18in anderen Lebensbereichen herzlich gleichgültig. Mein Hund scheint sich zumindest besser zu fühlen, nicht nur besser zu benehmen.

  15. Mia Fischer

    Ja, bei diesem Thema scheiden sich die Geister… Ich glaube, dass man das Ganze nicht schwarz-weiß betrachten kann. Es gibt Hunde, die mit ihrem ausgeprägten Jagttrieb oder besonderem Temperament nicht so recht in unsere durchstrukturierte, für sie gefähliche Umwelt (Autos…), hineinpassen. Einige Hundebesitzer können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass es Hunde gibt, bei denen man mit gutem Hundetraining an seine Grenzen kommt. Diese Hunde brauchen aber auch ein abwechslungsreiches, anregendes Leben mit viel Freilauf und Hundekontakt. Es ist fraglich ob es eine Lösung ist, diese Tiere ein Leben lang an der Leine zu halten, wenn es eine weiter Möglichkeit gibt.

    Auf der anderen Seite gibt es viele Hundebesitzer, die bei der Hundeerziehung grobe Fehler machen, nicht hundgerecht kommunizieren können, falsche Signale aussenden oder den Hund eh nur als Statussymbol halten. Trifft ein „schwieriger“ Hund auf so einen Besitzer… ich möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn ein Erziehungshalband oder gar ein Stromhalsband eingesetzt wird. So gesehen, kann ich gut verstehen, dass Stromhalsbänder verboten sind, da viele Besitzer schlicht weg nicht damit umgehen könnten und es tatsächlich zu Tierquälerei kommen würde.

    Aber… es gibt auch verantwortungsbewußte Hundebesitzer, die sogenannte „schwierige“ Hunde haben. Diese Menschen möchten ihrem Hund ein möglichst artgerechtes und gleichzeitig sicheres Leben ermöglichen. In bestimmten Fällen, kann ein Erziehungshalband oder Stromhalband genau dafür sorgen. Dafür ist es aber wichtig, dass zu allererst eine gute Bindung zum Hund besteht und alle wichtigen Kommandos gefestigt sind. Dafür brauch man keine elektronischen Hilfsmittel. Es ist wichtig, dass man dabei das individuelle Wesen des Hundes erkennt und mit ihm Dinge gemeinsam erlebt, die dem Wesen des Hundes entsprechen. Das kann ganz unterschiedlich sein: ausgiebig rennen, Futter oder Fährten suchen, klettern, schwimmen, was auch immer… Der Hund braucht genug körperliche Bewegung, Hundekontakt, Freude und Spaß mit seinem Besitzer und eine für ihn, gefühlt, sinnvolle Aufgabe. Hunde brauchen außerdem einen Besitzer, mit dem sie kommunizieren können, dem sie vertrauen, da er sich in verschiedenen Situationen klar und souverän verhält. Das kann man ja in einer Hundeschule lernen, wenn man Schwierigkeiten hat.

    Erst wenn
    – diese Grundlagen vorhanden sind,
    – alle anderen Möglichkeiten ausreichend ausprobiert wurden (Schleppleinentraining, etc…),
    – und es dennoch Situationen gibt, die für den Hund oder andere gefählich werden können,
    find ich es sehr sinnvoll so ein Elektrogerät als Hilfsmittel einzusetzen.

    Die Alternative wäre es, den Hund immer angeleint zu haben. Sicher kann man argumentieren, dass eine permanente Leine ein ganbare Option ist. Es ist möglich dem Hund trotzden alles zu bieten, klar. Aber nicht für jeden Besitzer, jeden Hund oder jede Umgebung.

    Meine Erfahrung: Unser Hundemädchen kam im Alter mit 6 Monaten zu uns. Schäferhund-Husky-Mischling. Sie war die ersten 4 Monate ihres Lebens irgendwo eingesperrt, konnte aus Mangel an Muskeln an den Hunterläufen gerade mal hundert Meter laufen und nicht springen, war halb verhungert und hatte keinen Bezug zu Menschen. Erschwerend kam hinzu, dass sie im Freien so überreizt war von all den Eindrücken, dass sie immer wieder vor Übermut durchdrehte und uns in die Hände biss, weil sie uns in ihrer Rage zum Spielen aufforderte. Sie hatte keine Beißhemmung (wohl nicht gelernt als Welpe) und das war das erste, was wir ihr beibrachten: Vorsichtig sein beim Spielen! Das hat fast ein halbes Jahr gedauert. Parallel achtete ich auf den Spaziergängen, dass immer weitere Reize hinzukamen und sie sich runtergegulieren lernt. Erst einsames Gelände, dann Park, dann mal in der Nähe eines Spelplatzes Pause machen, Stadt, usw. Ich übte an der Leine gehen, an anderen Hunden vorbei, später Hundekontakt, intensives Schleppleinentraining, Rückruf, Futter suchen, Fahrradfahren an der Leine, das volle Programm. Ich habe verschieden Strategien und Übungen ausprobiert und schließlich einen guten Weg gefunden. Dann nach 1,5 Jahren intensivem Trainings mit der aufgedrehten Maus, war ich so weit, dass ich sie überall mit hinnehmen konnte, sie in allen möglichen Situationen abrufbar war, dass sie an Straßen selbständig stehen blieb, auf das Kommando „Halt“ reagierte, nur bei Erlaubnis zu fremden Hunden ging (wenn diese nicht angeleint sind und der andere Besitzer zustimmt), bei Spaziergängen immer schaute, was ich interessantes mache und bei Kreunzungen stehen blieb um sich erkundigen, wohin es denn jetzt nun geht… kurz gesagt: ein super erzogener Hund. Wenn nicht das Problem mit dem Jagttrieb wäre.

    Als sie noch jünger war und wir nur kleinere Runden drehten, war das noch kein Problem. Später dann: Begegnete uns ein anderes Tier, wie Katze, Igel, Eichhörnchen, Hase, Reh, Wachbär, Marder oder Fuchs, dann war die Hundedame weg, so schnell konnte ich gar nicht kucken, geschweige denn reagieren. Sah ich das Tier vorher oder bemerke, dass sie gleich lossprinten wird, konnte ich sie durch ein „Nein“ davon abhalten. Aber eine Millisekunde später… weg war sie. Ich habe mich dann mit Antijagttraining beschäftigt und einiges ausprobiert. War im Wildgehege, hab mich mit ihr vor Rehe gesetzt, versucht den Jagttrieb durch Fähtensuchspiele oder Futtersuchen umzulenken und was nicht alles… sinnlos. Wenn Rehe und Hasen im Alltag so oft vorbeikommen würden wie Autos, wäre es wahrscheinlich machbar, aber ich kann keinen Übungsplatz einrichten, in dem alle Tiere des Waldes immer mal vorbei kommen, damit ich meiner Hündin beibringen kann, dass sie das aus Sicherheitsgründen nicht zu interessieren hat. Der Jagttrieb ist einfach zu stark. Da es auch in der Stadt diverse Tiere gibt, vor allem in der Dämmerung, bedeutete es, dass meine, ansonsten gut erzogene Hündin, in Zukunft immer an der Leine sein musste. Irgendwann war sie im Wald das erste mal eine halbe Stunde weg, kurze Zeit später rannte sie in einem Park, als sie ohne Leine mit anderen Hunden spielte, plötzlich irgendetwas hinterher. Die Straße war in der Nähe…

    Ein Kumpel erzählte mir dann von seinen beiden, ehemals jagenden, Hunden und dem Stromhalsband, welches ihm geholfen hat. Ich kaufte mir eines und machte mir viele Gedanken, wie und wann ich es benutzen kann. Das Hauptproblem ist ja, dass ich meiner Hundedame nicht stoppen kann, wenn sie einmal los gerannt ist. Rufe ich in so einer Situation, regiert sie nicht, da der Jagtrausch übermächtig ist. Es folgt nach meinem Rückruf ja auch keine Konsequenz. Sie lernt also, dass meine Rufe, wenn sie einem Reh hinterher hetzt, keine Bedeutung haben. Das untergräbt letztendlich auch allgemein den Rückruf, welchen ich in mühsamer Arbeit, positiv besetzt habe. Wie würde ein Hund dem anderen klarmachen, dass er dem Tier nicht weiter hinterherjagen soll? Er würde ihn körperlich eingrenzen oder abstoppen. Das ist das Problem: Ich bin kein Hund und einfach nicht schnell genug um eine Konsequent meinem „Nein“ oder „Zu mir“ folgen zu lassen. Da kommt dann das Stromgerät ins Spiel. Der Ablauf ist folgendermaßen: Erst das verbale Kommando von mir. Reagiert die Hündin nicht, fogt der Piepton des Gerätes. Erst, wenn danach ebenfalls nichts passiert, kommt der Stromimpuls. Ich habe an mir die Höhe des Impulses getestet und eine niedrige Stufe gewählt, die mir selbst nicht weh tut. Folgendes ist passiert: Letztendlich habe ich den Sromimpuls (seit 4 Monaten habe ich das Ding) nur ungefähr fünf mal eingesetzt. Das war im ersten Monat. Sie erschrak, blickte zu mir und war aus ihrem Jagtfilm raus. Dann konnte ich mit ihr kommunizieren. „Zu mir“ oder „Hier entlang“. In der nächsten Zeit reichte der Pipton um meinem Abbruchkommando etwas mehr ausdruck zu verleihen. Allerdings auch nicht sehr oft. Es ist selten, dass ich sie anpiepe. Sie hat gelernt, dass es wirklich ernst ist, wenn ich „Nein“ sage. Insgesammt hat sich dadurch unser Verhältnis weiter gefestigt. Ich habe nun eine imaginäre Sicherheitsleine, an der ich zur Not ziehen kann. Dadurch kann ich meiner Hündin in verschiedenen Situationen die Freiheit schenken, neue Erfahrungen zu machen. Zum Beispiel üben wir nun, dass sie ohne Leine vor dem Fahrrad läuft und ich von hinten Kommandos gebe wie „rechts rum“, „links rum“, „rechts ran“, etc. Später soll sie das Klapprad ziehen, die Verständigung muss dann sitzen. Ohne Leine kann ich einfach viel mehr mit ihr machen, was unserer Bindung weiter stärkt, wodurch sie letztendlich auch besser „hört“. Ich kann sie im Wald ableinen und rumschnüffeln lassen, im Park (voll von Kannichen) mit anderen Hunden spielen lasse, auch im Dunkeln ohne Leine Gassi gehen,… ohne Angst zu haben, dass sie auf die Straße stürzt und einen Unfall verursacht. Ich finde es toll und meine Hündin auch. Die Selbstsicherheit des Hundes wächst, wenn man ihm Vertrauen entgegenbringt und die Persönlichkeit kann reifen. Ist der Hund ständig an der Leine, weil die Möglichkeit besteht, dass ein Hase aus dem Gebüsch springt, sind viele Erfahrungen gar nicht möglich.

    Fazit:
    Stromhalsband für mich mit meiner Hündin – ne tolle Sache, die viel Erleichterung und neue Möglichkeiten bietet. Allgemein sehe ich das jedoch skeptisch. Falsch eingesetzt kann es Probleme beim Hund nur verstärken, sogar das Vertauen zum Besitzer zerstören und Agressivität des Hundes verstärken. Manche denken vielleicht, sie könnten sich durch ein Elektrogerät die Arbeit mit dem Hund erleichtern oder gar ersparen. Ganz falsch: Ohne Basis, ohne Bindung, Vertauen und Respekt geht das nach hinten los. Ein Elektrogerät bei jeder Schwierigkeit, die auftritt, einzusetzen, ist ebenso falsch. Man muss nach den Ursachen der Schwierigkeiten suchen und ein auf das spezielle Wesen des Hundes abgestimmtes Training erarbeiten. Unter gewissen Umständen aber, bei verantwortungsbewußten Besitzern mit „speziellen“ Hunden, kann ein Elektrohalsband auch eine Hilfe sein. Vorraussetzung: alle anderen Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Es ist wie mit allem: Stromhalsbänder und dergleichen können Fluch oder Segen sein, etwas nützen oder missbraucht werden. Kommt halt drauf an…

    Lieben Gruß an alle Hundfreunde

  16. Marta

    Mir fehlen die Worte.
    Der Mensch macht alles kaputt.
    Den Fortschritt einer Nation erkennt man daran, wie sie mit Ihren Tieren umgeht.
    Mahatma Ghandi

    Ist einer von Euch Leuten, die Ihre „Familienmitglieder“ derartigen Erziehungsmethoden unterziehen nur ansatzweise in der Lage Empathie zu empfinden?
    Ihr tut mir nur leid.
    Fast jede Tierart lernt durch positive Verstärkung.
    Nur der Mensch der lernt nicht.
    Und dann berichtet Ihr auch noch stolz davon wie wirksam „Eure“ Methoden sind. Schlimm, dass Ihr nicht mal merkt wie arm Ihr seid, weil Ihr nicht in der Lage seid mittels Liebe mit Euren Tieren zu kommunizieren.
    Ebenso arm unsere Regierung, die weiterhin nichts macht und Tiere als Sache behandelt. Ganz zu schweigen von den „Nutz“Tieren.
    Arme Welt…

  17. Gabi

    Unsere kleine weiße Mischlingshündin kam im August 2017 aus Spanien zu uns. Da war sie knapp 2 Jahre alt. Die Tierschutzorganisation hatte uns nicht informiert, dass sie taub ist, oder sie wussten es tatsächlich nicht. Am Anfang war ich ziemlich ratlos, zumal es mein erster Hund ist und ich mir vorstellte, dass ich einen Hund so erziehe, dass er aufs Wort hört – tja, ohne Gehör schwierig. Ich habe dann gehört, dass es Vibrationshalsbänder gibt. Das erste (preiswerte) konnte man vergessen, das war nicht zuverlässig – mal vibrierte es, mal nicht, das kann man bei einem tauben Hund nicht gebrauchen! Ich habe dann investiert (ich glaube es waren ca. 300 €) und ein richtig gutes gekauft. Lohnende Investition! Wir fingen zuhause mit dem Training an. Zunächst ist die kleine Maus weggelaufen, wenn es vibrierte. Dann „regnete“ es Leckerlis wenn es vibrierte und schon gewöhnte sie sich. Dann ging es mit der Schleppleine in den Wald. Vibration, drauf treten, Hund dreht sich um, belohnen. Es hat nicht lange gedauert, bis sie das kapiert hat. Inzwischen reicht ihr als Belohnung mein nach oben zeigender Daumen. Sie kennt die Handzeichen für „komm her“, „bleib stehen“, „sitz“ und „platz“. Es gibt auch noch ein „komm schnell her“ und natürlich „hast du gut gemacht“. Es klappt toll! Wenn uns ein Fahrrad entgegen kommt, brauche ich sie meist gar nicht mehr „rufen“, sie dreht sich von selbst zu mir um und fragt mich quasi „was soll ich tun“. Ich laufe inzwischen fast überall mit ihr ohne Leine. Ich bin allerdings auch sehr aufmerksam, wenn ich mit ihr gehe. Da sie ja nichts hört, muss ich bereits früh mögliche Gefahren sehen und sie „rufen“.
    Es lohnt sich sehr, in einen tauben Hund Zeit zu investieren! Für mich ist es eine tolle Erfahrung!

  18. Johanna5645

    Hallo, der Post ist leider schon etwas älter, aber vielleicht stoßen ja doch noch mal neue Leser hierauf…

    Es ist sehr schade, dass einige Hundehalter Erziehungshalsbänder (auch solche die „nur“ mit Piepton oder Wasserspray arbeiten) in den Himmel heben. Es besteht auch bei solchen Erziehungshalsbänder tierschutzrelevanz und die Hundehalter können ernsthafte Probleme bekommen – zum Glück der Hunde! Schade ist es auch, dass solche Mittel überhaupt produziert werden…
    Die Hundeseele wird bei einem Einsatz solcher Mittel gebrochen und der Hund unterlässt aus diesem Grund sowie zur Vermeidung der unangenehmen Dinge das unerwünschte Verhalten. Dies ist eine Tatsache , die ich mir nicht für mein Tier wünsche und auch hoffentlich sonst niemand.
    Mein Rat: sucht euch eine gute Hundeschule oder einen guten Hundepsychologen, die können euch zeigen, wie ihr das individuelle Verhalten eures Hundes in positiver Weise verändert. Um die Beziehung zum Hund sowie die Hundeseele selbst nicht nachhaltig zu schädigen, sollte alles über positive Verstärkung und negative Strafe aufgebaut werden.
    LG

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