Hundeführerschein nun auch in Schleswig-Holstein geplant

Auch in Lübeck soll es zukünftig einen Hundeführerschein für alle Hunderassen geben. Die Kieler FDP forderte einen solchen „Sachkunde-Nachweis“, vor der Anschaffung eines Hundes. Einen diesbezüglichen Antrag legte sie jetzt dem Kieler Landtag vor. Um den Sachkunde-Nachweis zu erhalten, muss vorab eine theoretische und im ersten Jahr der Hundehaltung eine praktische Prüfung abgelegt werden. Geprüft werden dabei das Wissen über Haltung, Pflege und Sozialverhalten der Hunde und wie Gefahrensituationen eingeschätzt und nach Möglichkeit vermieden werden können. Ausgenommen von dieser Pflicht sind, wie auch schon in Niedersachsen, Personen die innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens zwei Jahre lang einen Hund hatten. Auch wer beruflich mit Hunden zu tun hat, wie Jäger, Tierärzte, Schäfer oder Diensthundeführer, gilt als ausreichend versiert. Dafür soll die aktuell bestehende Liste gefährlicher Hunderassen abgeschafft werden. Bisher mussten lediglich Halter der darauf stehenden Hunderassen einen Hundeführerschein ablegen. Die Liste hat sich jedoch als nicht ausreichend erwiesen. Trotz Hundeführerschein kommt es bei bestimmten Rassen, wie beispielsweise Bullterriern, immer wieder zu schweren Hundeangriffen auf Menschen. Statt dessen sollen zukünftig nur noch Hunde als gefährlich aufgelistet werden, die bereits Menschen oder Tieren angegriffen, oder bedroht haben. Der Kieler Landtag berät in den kommenden Wochen über den Antrag und berief einen Fachausschuss ein, in dem Experten die vorgeschlagenen Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin prüfen sollen.

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