Üben, üben, üben… Die Begegnungen mit anderen Hunden müssen Routine werden !
Wichtig ist erstmal, dass du seine Aufmerksamkeit auf dich lenken kannst. Erstmal in ruhiger Umgebung, dann unter Ablenkung (Menschen etc.), zuletzt in Gegenwart anderer Hunde. Er soll zwar nicht vom anderen Hund "weggelockt" werden, ihn zwar registrieren, aber bei dir ist es eben viiiiieel spannender, es gibt was tolles zu futtern oder ein spannendes Spiel. (Bei Ella mach ich das so, wenn sie Wild oder ne Katze sichtet. Das heißt für sie: Oh toll, Katze = Belohnung beim Halter abholen !) Also unbedingt Grundgehorsam verbessern (Zitat "er hört SOGAR auf einige Kommandos" …)
Wenn du an das Hundetraining gehst, würde ich mir ein, zwei Leute suchen, die ihren Hund gut im Griff haben bzw. der nicht gleich drauf anspringt und gelassen bleibt, wenn deiner Rabatz macht. Dann geht ihr immer aneinander vorbei (nicht stehenbleiben), erst in großem Abstand (20-50 m), der dann LANGSAM verringert wird, wenn sich dein Hund gut verhält. Viel Lob natürlich, wenn der Hund entspannt bleibt, denn anderen nicht fixiert etc. Günstig ist hier auch, die Leine um den Körper zu tragen, damit man nicht über seine Hände vorher schon Spannung aufbaut (die Leine kürzer nimmt etc.). "Einfach" gelassen und entschlossen weitergehen.
Was bei einem Bordercollie vielleicht günstig ist, ihn vor so einem Training etwas auszupowern (körperlich und auch geistig). Also wenn er sowieso viel Beschäftigung braucht.
Ist dein Hund dominant-aggressiv oder "verteidigt" er sich aus Unsicherheit/Angst (was sagt seine Körpersprache)? Besteht das Problem nur an der Leine? Was hat das Tierheim zu ihm gesagt (Erfahrungen, wie kam er dort mit anderen Hunden klar)? Wie verhältst du dich bei Begegnungen mit anderen Hunden?
Bei einem Hund, der schon 5 Jahre alt ist, und das Problem anscheinend schon länger besteht, brauchst du Geduld, Konsequenz und viel Lob.
Ich hoffe, dir ein bisschen helfen zu können. Viel Erfolg euch beiden !!!