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Übermorgen ist es wieder so weit: das Neue Jahr wird wie gewohnt mit lauten Knallern und Raketen begrüßt. Da die Hunde den Lärm nicht einordnen können und  diesen eher als potentielle Gefahr wahrnehmen, werden sie  extrem unruhig, was sich in den meisten Fällen mit verstärktem Hecheln und Speichelfluss äußert. Manche Hunde verkriechen sich unter Möbelstücke, die anderen reagieren auf den enormen Stress mit Krämpfen und Fluchtversuchen.

Wie kann man den Silvesterstress beim Hund mildern? Hier ein paar bewährte Tipps:

  • Unternehmen Sie mit Ihrem Vierbeiner einen langen Spaziergang, am besten weit entfernt von den beliebten Knallergebieten (bevorzugt in den Feld- oder Waldgebieten)
  • Achten Sie darauf, dass die Fenster geschlossen bleiben und lassen Sie je nach Möglichkeit die Jalousien herunter, damit der Geräuschpegel in der Wohnung auf dem niedrigsten Niveau bleibt
  • Und wenn es wirklich nicht weitergeht, verabreichen Sie dem Hund ein Beruhigungsmittel. Die Art des Mittels sowie die entsprechende Dosis müssen aber zuvor unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
  • Unternehmen Sie keine Beruhigungsversuche! Statt den Angstzustand zu mildern, haben diese meistens eine angstverstärkende Wirkung. Wichtig dabei ist, dass die Angst des Hundes so wenig Aufmerksamkeit wie möglich bekommt.
  • Je nach Möglichkeiten können Sie Ihren Hund entsprechend eher auf diese enorme Stresssituation vorbereiten, indem Sie Silvestergeräusche in die alltäglichen Trainingseinheiten einbinden.

Wegzugehen und den Hund in der Wohnung alleine (und somit auch im Stich) zu lassen, soll man sich lieber auch genauer überlegen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Vierbeinern eine ruhige und böllerfreie Silvesterparty!

11 Kommentare auf “Silvesterstress bei Hunden mildern”

  1. Hundeforum sagt:

    Wir haben einen anderen Weg gewählt. Kurzurlaub über Silvester – fernab der Zivilisation :) Wenn möglich, das beste Mittel

  2. dani sagt:

    Wir haben uns bei unserer Kleinen ganz normal verhalten und darauf geachtet, dass kein Fenster/keine Tür offen ist, damit nicht zu viel Lärm ins Haus dringt und es hat super funktioniert :)

  3. Akani sagt:

    Wenn man den Hund gut prägt ist das kein Problem mit dem Silvester feiern :)

  4. Olli sagt:

    “Unternehmen Sie keine Beruhigungsversuche! Statt den Angstzustand zu mildern, haben diese meistens eine angstverstärkende Wirkung. Wichtig dabei ist, dass die Angst des Hundes so wenig Aufmerksamkeit wie möglich bekommt.”
    Gelinde gesagt ist das Bullshit und wissenschaftlich nicht haltbar und sollte in den Annalen der Hundeerziehungsirrtümer verschwinden. Eltern werden ihre Kinder, die bei einem Gewitter ins elterliche Bett komme, raus schmeißen nach dem Motto “Jung wenn du jetzt hier bleibst wird deine Angst größer”.
    Der Hund braucht Schutz und Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit allerdings keine außergewöhnliche. Wenn der Hund sich unterm Schreibtisch verkriechen will an dem man sitzt ist das Ok. Nähe und Berührung schüttet Oxitocin aus was zur merklichen Entspannung des Tieres führt.
    Ganz praktisch konnte ich genau das Gegenteil obiger Empfehlung beobachten – der Hund wurde ruhiger und konnte sogar tief einschlafen.

  5. Sam sagt:

    Hi!
    Kompliment an dieser Stelle – super Blog!
    Bin ein regelmässiger Leser davon!
    Meiner ist erst im Aufbau, aber das kommt noch;)

    Lg Sam

  6. Timmy sagt:

    Hi Marta,

    super toller Blog! Werde mich nach’m Feierabend noch mal richtig reinlesen!

    Schöne Woche,
    Tim

  7. Da kann ich Olli nur zustimmen. Bei uns hat auch geholfen, den Hund zu mir ran zu holen und meine Arm um ihn zu legen. Allerdings hab ich vermieden, auf meinen Hund (ein sehr nervöser Deutscher Pinscher) einzureden. Er sollte schließlich nicht denken, dass die Knallerei auch noch Beachtung verdient. Ich kann oft beobachten, dass mein Hund in meiner Nähe ruhiger wird (allerdings nur, wenn ich selbst ruhig bin :-) ). Sandra

  8. VanessaLieb sagt:

    Ich bin vor kurzem über Ohrenschützer für Hunde gestolpert =) Kein Witz, ich musste auch etwas schmunzeln. Vielleicht ein Tipp der hier noch fehlt! Gruß

  9. Benno sagt:

    Also wir wohnen direkt an einem Deich und auf diesem stehen wir jedes Jahr um 0 Uhr an Silvester. Früher ist unser Hund immer mitgekommen und war gut drauf, mittlerweile nehmen wir ihn zwar auch noch mit, aber wenn die Knallerei losgeht huscht er schnell zurück zu unserem Haus und versteckt sich. Ich weiß nicht warum, er hat eigentlich nie schlechte Erfahrungen an Silvester gemacht.

  10. Unser Hund war vermutlich einer der wenigen, der vor den Silvester-Böllern und Raketen keinerlei Respekt hatte. Ganz im Gegenteil, ich musste ihn auch schon nachts zurückhalten, damit er geworfene Böller nicht wieder “zurück” bringt. Ansonsten hat er sich das bunte und kanllende Spektakel immer liebend gerne, mit einem freudigen Schwanzwedeln, angesehen.

    Aber ich kenne auch die andere Seite. Wir haben nun seit knapp 2 Jahren einen kleinen miauenden Feigling im Haus, der an Silvester an Liebsten im Erdboden verschwinden würde ….. und dann einen ganzen Tag braucht, um sich wieder zu beruhigen …
    Bei ihm hilft nur, eine Höhle, gut ausgestattet mit Lieblingskuscheldecke und abwarten.

  11. ChiTac sagt:

    Zwar verspätet, aber schon für dieses Jahr ein Tipp, ich hab bei Hundeshop.de das Thundershirt für meine Hunde genutzt. Ich hab ja erst nicht daran geglaubt, aber als ich das Ergebnis gesehen habe war ich doch überzeugt. Wir hatten einen wesentlich ruhigeren Jahreswechsel als sonst die Jahre… ich stell euch mal den Link an. Vielleicht ist das auch was für ängstliche Hunde generell, muß ja nicht nur zu Silvester sein!!
    http://www.hundeshop.de/hund/hundebekleidung/hundemaentel-sicherheit/thundershirt.php
    Da steht auch eine schöne Beschreibung über das Shirt!

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