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Obwohl in den meisten europäischen Ländern für die Haltung von Hunden eine Hundesteuer erhoben wird, betrachten die Stadtverwaltungen das Beseitigen des Hundekots von Straßen und Bürgersteigen, als kostspieligen Zusatzaufwand. Wie in Deutschland, gibt es auch in Großbritannien längst die Pflicht für Halter, die Kothaufen sofort zu entsorgen. Viele Hundehalter verweigern dies jedoch. Um den Druck auf unkooperative Halter zu erhöhen, testet die Stadtverwaltung der englischen Stadt Stafford derzeit einen neuen Weg. Sie forderte die Bevölkerung dazu auf, Hundehalter die die Hundehaufen ihrer Vierbeiner nicht beseitigen, bei den Behörden zu melden. Für jeden denunzierten „Täter“, werden 75 Pfund, das entspricht 90 Euro, bezahlt. Das ist die selbe Summe, die als Geldbuße dafür fällig wird. Der für Umweltfragen zuständige Stadtrat, Frank Finlay, verteidigt die umstrittene Offensive gegen Hundehalter: „Es ist normal, einen Einwohner zu belohnen, der uns im allgemeinen Interesse dabei hilft, gegen etwas anzugehen, was nicht nur abstoßend ist, sondern auch ernsthafte Folgen für die Gesundheit hat.“ Sollte die Aktion Erfolg haben, könnte sich das für die Stadt langfristig jedoch als Nachteil erweisen, denn wer erst einmal damit anfängt, andere zu melden, belässt es oftmals nicht dabei und weitet seine ‚Aktivität‘ aus, was meist mehr bürokratischen Aufwand und Kosten, als Nutzen nach sich zieht.

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